Dream big (oder lieber nicht)

Ich hatte Angst, groß zu träumen. Du vielleicht auch? Spoiler: vieles davon passiert (zum Glück) nur in unserem Kopf.

Hey Freunde,

ich hab letztes Wochenende komplett alleine verbracht. Also wirklich alleine. Ich glaube, ich hab das ganze Wochenende mit 3 Menschen so ungefähr 4 Sätze gesprochen (musste essen kaufen und den Campingplatz bezahlen). Klingt jetzt vielleicht erstmal ein bisschen traurig, aber war ehrlich gesagt super schön. Ich war zweimal laufen, hab ein ganzes Buch gelesen, den halben Tag am Strand gelegen, endlich mal wieder gejournalt und zwischendurch noch ein bisschen gearbeitet.

Erkenntnis: Wenn man eh nichts Besseres zu tun hat, macht Arbeit am Wochenende plötzlich erstaunlich viel Spaß.

Aber darum soll’s nicht gehen. Sondern um eine weitere Erkenntnis, die ich während meines Business-Coachings kurz vor besagtem Wochenende hatte: Ich habe Angst, groß zu träumen.

Liebe Grüße aus Andalusien,
Mareike

PS: Auf Instagram versuche ich täglich Einblicke in meinen Alltag und das Leben hier zu geben. Schaut mal vorbei, wenn ihr ein bisschen Sonne braucht.

Was ich jetzt gelernt habe.

Ich habe Angst, groß zu träumen.

Jaja, das hatte ich in der Einleitung schon verraten. Storytelling üben wir nochmal. Aber das ist ja erstmal auch nur mein Learning und bringt euch jetzt wahrscheinlich so gar nichts. Da ich aber gerne von mir auf andere schließe (und davon ausgehe, dass ihr diesen Newsletter lest, weil ich damit manchmal richtig liege), gibt es natürlich noch eine Erklärung dazu.

Wir haben in dem Coaching Wachstums-Szenarien für meine Agentur entwickelt. Dieses typische “Wo siehst du dich in 3 Jahren?”. Ich hasse diese Frage, aber ich muss zugeben, dass sie aus der Businessperspektive schon sinnvoll ist, weil ich schlecht eine Strategie entwickeln kann, wenn ich nicht mal weiß, was das Ziel sein soll.

Szenario 1: Alles läuft so weiter wie bisher. Ich verdiene gutes Geld, aber sehe kein Wachstum. Ich stehe in 3 Jahren genau an der gleichen Stelle.

Wie klingt das? Richtig, ziemlich langweilig.

Ich will wachsen. Ich will mich persönlich weiterentwickeln und ich will natürlich auch, dass mein Business das ebenso tut.

Also hat mein Coach größere Szenarien beschrieben.

Mehr Umsatz. Ein größeres Team. Ein möglicher Exit.

Und meine erste Reaktion war: Aber ich will nicht noch mehr arbeiten! Bei allem, was er gesagt hat, hab ich sofort Angst gehabt, mein Leben komplett aufgeben zu müssen.

Aber wer sagt das überhaupt?

Ich hab’s doch auch geschafft, mir von null eine (kleine) Agentur aufzubauen und dabei die beste Zeit meines Lebens zu haben. Warum sollte ich es also nicht schaffen, aus einer kleinen Agentur eine größere Agentur zu machen und die gleichen Grenzen zu setzen?

Ich glaube, wir lassen uns unsere Träume viel zu oft von falschen Glaubenssätzen limitieren.

Von einem “Das geht nicht”, das aber eigentlich nur in unserem Kopf existiert. Nur weil andere erfolgreiche Business Owner einen Hustle-Lifestyle promoten, heißt das nicht, dass das mein Weg sein muss.

Ich muss nicht morgen Millionen verdienen, aber mein Business darf weiter wachsen.

Ich kann groß träumen und jetzt schon mein Leben genießen.

Was jetzt wichtig ist.

😮‍💨 Surviving Q4: Das letzte Quartal ist immer crazy, aber was aktuell abgeht, ist wirklich wild. Ich hab innerhalb von 2 Wochen 3 neue Freelancer für verschiedene Themen mit an Bord geholt und auch wenn es manchmal noch schwerfällt, Verantwortung abzugeben, ist das eigentlich auch ein ziemlich cooles Gefühl.

🪩 Gratis LinkedIn Webinar: Hab noch nicht genug auf dem Tisch lol. Aber das letzte Webinar hat so viel Spaß gemacht, dass ich einfach richtig Lust auf eine zweite Runde hatte! Und ich würde sagen, es gibt kein besseres Timing, als sich jetzt mit den Grundlagen der eigenen Personal Brand zu beschäftigen und an seiner Positionierung zu feilen, um dann 2027 mit Vollgas (und Strategie) loslegen zu können. Also wenn du letztes Mal nicht dabei warst, trag dir Mittwoch, 11 Uhr, ganz dick in den Kalender ein und melde dich hier an.

Was jetzt geholfen hat.

🐚 Einfach mal nichts machen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen halben Tag am Strand gelegen und einfach nur gelesen hab. Ohne über irgendwas anderes nachzudenken, ohne ein schlechtes Gewissen. Das mit dem Strand ist für die meisten jetzt vielleicht nicht ganz so umsetzbar, aber nehmt euch einfach mal ein Buch und schaltet das Handy für ein paar Stunden aus. Wirkt Wunder.

🍃 Loslassen. Eine weitere Erkenntnis, die mit diesem Vision Workshop gekommen ist: Ich bin nicht mein Business. Ich glaube, das passiert viel zu schnell, dass wir unsere Ziele zu unserer Persönlichkeit machen. Nicht nur im Business, sondern auch im Sport, in Beziehungen oder bei anderen Hobbys. Dabei sind alle Bereiche wichtig. Und alle Bereiche sind ein Teil von uns, niemals unser komplettes Leben.

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You realize and accept that life is not under your control. Life is continuously changing, and if you’re trying to control it, you’ll never be able to fully live it.

Michael A. Singer – The Untethered Soul

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