Goodbye, Digital Nomad Leben

Lass mal auf Freiheit optimieren. Klingt schön, aber: Freiheit hat ihren Preis. Warum der (auf Dauer) einfach zu hoch ist.

Hey Freunde,

Diese Zeilen tippe ich grad irgendwo über Zentralafrika in mein Handy. Nach drei Monaten in Kapstadt geht es zurück nach Hause. Oder zumindest zurück an einen Ort, der bald (wieder) zu Hause werden soll.

Liebe Grüße aus Hamburg,
Mareike

Was ich jetzt gelernt habe.

Freiheit ist cool, Reisen ist cool. Aber beides fühlt sich nach einer Weile ziemlich lost an, wenn man gar keinen Ort mehr hat, an den man zurückkommen kann.

Die meisten Menschen, die man auf Reisen trifft, machen das für eine Phase. Ein Jahr Auszeit genommen. Ein paar Jahre Digital Nomad Life. Am Anfang ist alles neu, aufregend. Ich hab’s geliebt, neue Menschen kennenzulernen. Aber irgendwann (so vor ca. 1,5 Jahren) kam der Punkt, an dem ich da keine Lust mehr drauf hatte.

Schon so viele Menschen getroffen, schon so viele Geschichten gehört. Alles wiederholt sich irgendwann. Aus manchen Begegnungen sind Freundschaften geworden, aus den meisten nur ein weiteres Instagram Profil, das meine Stories verfolgt. Und ich ihre. Die Leben haben sich vor ein paar Jahren einmal gekreuzt und jetzt beobachtet man aus der Ferne, wie ein eigentlich fremder Mensch sein Leben aufbaut. Einen Hund adoptiert, weitere Reisen macht, heiratet, Kinder kriegt. Ich war überall mit dabei. Als stille Beobachterin. Über Instagram.

Die paar echten Freundschaften, die entstanden sind, bleiben natürlich. Hier bin ich wirklich dabei. Kann es zumindest sein, wenn ich bereit bin, den Aufwand dafür zu betreiben. Wichtige Ereignisse in meinem Leben einzuplanen. An bestimmte Orte zu reisen, um wieder gemeinsam Zeit zu verbringen.

Und dann sind da noch die Freunde, die schon vorher da waren. Ich bin vor 6 Jahren aus Berlin weggezogen. Vor 3 Jahren aus Hamburg. Freundschaften verändern sich, wenn man nicht regelmäßig Zeit zusammen verbringt. Und das können auch Telefonate oder WhatsApp Nachrichten nicht aufwiegen. Sich über sein Leben zu informieren ist etwas ganz anderes, als es zusammen zu erleben. Bei allem live dabei zu sein. Gemeinsam Erinnerungen zu schaffen.

Ich wusste von Anfang an, dass das kein Lifestyle für immer ist. Habe mich deshalb nie aus Deutschland abgemeldet. Und vielleicht ist jetzt nach 3 Jahren auch ein guter Zeitpunkt, um wieder anzukommen. Zumindest ein bisschen.

Was jetzt wichtig ist.

🤝 Offline Connections: Für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, persönliche Treffen (insbesondere mit Ghostwriting Kunden) extrem zu priorisieren. Ich bin der festen Überzeugung, dass so einfach eine andere Bindung entsteht, was die Zusammenarbeit noch besser macht. Geht auch direkt gut los mit zwei Strategie Workshops vor Ort und Trips nach München und Wiesbaden diesen Monat. Werde wohl viel Zeit im Zug verbringen.

👩🏼‍💻 Onlinekurs: Wir bewegen uns immer weiter auf den Launch meines Personal Branding Kurses zu. Videos sind alle im Kasten, Name steht. Fürs Pricing hab ich einfach mal ganz dreist meine LinkedIn Community gefragt und extrem wertvollen Input bekommen. Final entschieden ist hier noch nichts, aber es wird wohl definitiv einen fetten Launch Rabatt geben. Trag dich hier ein, um es nicht zu verpassen.

⚓️ Privatleben: Und dann muss ich ja auch noch irgendwie richtig in Hamburg ankommen: die neue Wohnung richtig einrichten, Routinen finden, mir ein Office / Coworking Space suchen, um meine Fehler aus dem letzten Jahr nicht zu wiederholen. Life is busy.

Was jetzt geholfen hat.

📚 Ich habe in den letzten zwei Wochen drei Bücher gelesen. Keine krasse Literatur, keine Business Tipps, kein Self Development. Einfach Romane. Schöne Geschichten. Zur Unterhaltung, weil ich Lust drauf hatte. Und das Schlimme daran: ich hatte erstmal ein schlechtes Gewissen, was für eine Zeitverschwendung. Dabei muss ich mein Leben doch nicht bis zur letzten freien Minute optimieren.

🎙️ Durch diesen Podcast ging mein Flug deutlich schneller vorbei. In dem Gespräch geht es unter anderem um Glaubenssätze, wie sie unser Leben bestimmen und wie wir sie ändern können. Letztendlich leben wir nämlich alle in einer Simulation. Und ich rede hier nicht von Verschwörungstheorien, sondern einfach durch unsere ganz eigene, persönliche Sichtweise auf die Welt.

The dark is how we see the light. We need the contrast. We don’t see all the stars in the day, do we?

Matt Haig - The Life Impossible

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