Ich will kein Luxusleben.

Und du auch nicht. Warum nur Luxus nicht glücklich machen kann und worauf wir vielleicht stattdessen optimieren sollten.

Hey Freunde,

Live-Ticker aus dem Van: Wir haben es mittlerweile bis an die Algarve geschafft. Schon wild, wie man einfach mit einem Auto mal eben quer durch Europa fahren kann. Ich sitze grad am “Schreibtisch”, hinter mir ist das Meer, die Sonne scheint und Leben ist eigentlich echt gut.

Genau deshalb will ich heute einfach mal nur ein paar aktuelle Gedanken dazu teilen, was so ein gutes Leben eigentlich ausmacht (zumindest für mich).

Liebe Grüße aus Sagres,
Mareike

PS: Auf Instagram versuche ich täglich Einblicke in meinen Alltag und das Leben im Van zu geben. Schaut mal vorbei, wenn ihr ein bisschen Sonne braucht.

Was ich jetzt gelernt habe.

Ich will kein Luxusleben.

Zumindest nicht dauerhaft. Aktuell lebe ich wieder in sehr starken Kontrasten. Ich hab in den letzten Wochen in meinem Van geschlafen, war auf einem Geburtstag in einer extrem krassen Villa in Portugal und bin für Business-Events nach Deutschland geflogen. Mehr Kontraste gehen nicht. Auf Instagram hab ich ein paar private Einblicke geteilt, auf LinkedIn die Kontraste in meinem Arbeitsalltag gezeigt.

Und ja, das ist manchmal anstrengend.

Aber mir wird grad bewusst, dass das wahrscheinlich dafür sorgt, dass ich alles viel mehr genießen kann. Ich kann das Leben im Van und die Natur mehr genießen, weil ich zwischendurch reisen “muss” und in einem dunklen Hotelzimmer schlafe. Und ich kann eine Villa in Portugal viel mehr wertschätzen, weil ich mir sonst jeden Tag Gedanken mache, wo ich duschen kann und die nächste Nacht schlafe.

Genau diese Kontraste haben mir in den letzten Jahren etwas gefehlt. Ich bin bewusst an Orte gegangen, die komfortabel waren, um mein Business aufzubauen (absolut richtige Entscheidung). Aber eine Villa mit Pool auf Bali oder ein fancy Dinner in Kapstadt werden leider auch sehr schnell selbstverständlich, wenn man sie dauerhaft hat. Ich weiß noch, wie ich das erste Mal in Kapstadt komplett geflashed war von ALLEN Erlebnissen. Im dritten Jahr ist dieses Gefühl dann eher zu einem “joa ist schon ganz nett hier” geworden.

Ich glaube, wenn wir dauerhaft im Luxus leben, passiert genau das: Wir können es einfach nicht mehr wirklich wertschätzen, weil es eben zur Normalität geworden ist.

Also vielleicht sollte Luxus gar nicht das Ziel sein.

Sondern viel mehr die Möglichkeiten (Gesundheit, Zeit, Geld) zu haben, um ganz bewusst immer wieder in diese Kontraste reingehen zu können.

Was jetzt wichtig ist.

🌵 Survival Mode: Nächste Woche steht nochmal ein Business Meeting in Deutschland an und das ist grad echt einfach alles viel. Hab ich Lust, mich schon wieder in ein Flugzeug zu setzen? Absolut nicht. Bin ich dankbar solche Chancen zu bekommen? Auf jeden Fall. (versuche grad den Stress in Dankbarkeit zu framen, hilft ein bisschen)

Was jetzt geholfen hat.

✈️ Um nochmal die gute Seiten an den ganzen Business-Trips zu beachten: Ich liebe es, wie viele gute Ideen mir im Flugzeug kommen. Ich weiß nicht, ob es an der Art der Fortbewegung liegt oder eher daran, dass ich einfach mal ein paar Stunden wirklich kein Internet habe, aber irgendwie macht diese Zeit immer etwas mit mir und meiner Kreativität.

🌙 Ich lese grade dieses Buch von Matt Haig, nachdem ich von “The Midnight Library” so begeistert war. Nicht ganz so gut, aber trotzdem cool. Worum es aber eigentlich gehen soll: Ich merke grad, wie gut es tut, einfach mal wieder regelmäßig zu lesen. Kann ich empfehlen.

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Gerade die Widersprüche machten die Menschen ja so interessant.

Matt Haig – Die Mitternachtsreise

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