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Prozess > Outcome
Diesen Newsletter wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Wie trifft man Entscheidungen, wenn das Outcome komplett unklar ist? Ein paar Gedanken dazu.
Hey Freunde,
diesen Newsletter wollte ich eigentlich gar nicht schreiben.
Aktuell hinterfrage ich viel in meinem Business, in den Kanälen, die ich bespiele und ob das, was ich teile, überhaupt jemanden interessiert. Ich mache das lange genug, um zu wissen, dass solche Phasen normal sind (zumindest für mich) und auch wieder aufhören. Trotzdem fällt es mir dann natürlich besonders schwer, offen meine Gedanken zu teilen.
Aber in erster Linie mache ich das hier für mich (schreiben hilft).
Und vielleicht sind das auch genau die Impulse, die gerade irgendjemand von euch gebraucht hat. Selbst wenn es nur eine Person ist, lohnt es sich schon, das zu teilen.
Liebe Grüße aus Portugal,
Mareike
PS: Auf Instagram versuche ich immer mal wieder Einblicke in meinen Alltag und das Leben im Van zu geben. Schaut mal vorbei :)
Was ich jetzt gelernt habe.
Wir werden immer erst rückblickend wissen, ob etwas eine gute Entscheidung war.
Vielleicht sollte die Frage gar nicht unbedingt sein, wo etwas hinführen wird, sondern vielmehr, welche Erfahrungen uns der Weg dahin bringt.
Vor ein paar Wochen habe ich entschieden, mein Team weiter auszubauen. Wir sind gut ausgelastet, ich bin zu sehr im operativen Business und es war klar, dass wir Support brauchen. Trotzdem habe ich sehr mit dieser Entscheidung gerungen.
Denn mehr Leute ins Team zu holen, macht automatisch wieder eine größere Frage auf: Was für ein Business will ich eigentlich führen? Will ich wirklich eine Agentur aufbauen?
Und da drehe ich mich schon eine ganze Weile im Kreis.
Denn letztendlich weiß ich nicht, was die richtige oder falsche Entscheidung ist. Ich weiß nicht, wie sich mein Business entwickeln wird. Werde niemals hundertprozentige Sicherheit haben.
Was mir letztendlich bei der Entscheidung geholfen hat, war, einfach mal die Perspektive zu wechseln. Weg vom Ziel, sondern nur auf den Weg fokussiert.
Also nicht: Will ich eine Agentur aufbauen, um damit XY zu erreichen?
Sondern: Habe ich Lust auf den Prozess, eine Agentur aufzubauen? Habe ich Spaß an dem Weg? Will ich mich damit beschäftigen?
Wenn ich die Frage mit “ja” beantworten kann, muss ich die Antwort nicht davon abhängig machen, wie sich alles langfristig entwickelt. Ich mache das nicht für einen möglichen Exit, sondern für die Freude am Prozess, für die Erfahrungen und Learnings, die ich dabei mache.
Ich glaube, so sollten wir generell Entscheidungen im Leben treffen. Ganz egal, ob sie sich jetzt auf unsere Karriere, ein Business oder unser Privatleben beziehen.
Weil was bringt es, auf ein Ziel hinzuarbeiten, wenn der Weg dahin nicht cool ist?
Wir leben immer nur jetzt. Wir können immer nur jetzt glücklich sein. Glück ist kein Konto, das man ansparen kann und das sich dann auszahlt. Es vermehrt sich nur, wenn es verbraucht wird. Je mehr wir davon jetzt schon spüren, umso mehr ziehen wir auch in Zukunft an.
Natürlich haben wir alle andere Definitionen von Erfolg. Aber sollte ein glückliches Leben nicht immer mehr Wert sein als nur (wenn alles gut läuft) viel Geld auf dem Konto?
Aber es gibt viele Formen von Selbstbetrug im Leben. […] Manchmal sieht der Selbstbetrug dem Erfolg täuschend ähnlich.

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