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Wenn ich nochmal starten würde...
„Verkauf dich niemals unter Wert” und andere Lügen, auf die ich am Anfang meiner Selbstständigkeit reingefallen bin.
Hey Freunde,
Ich schreibe diesen Newsletter grad nur, um mich selbst Accountable zu halten und nicht gegen meine eigenen Prinzipien zu verstoßen: Consistency is key. Immer.
Und ja, manchmal fühlt man es einfach nicht. Ganz egal, ob es um Sport, den eigenen LinkedIn Auftritt oder halt einen Newsletter geht. Aber in solchen Situationen hilft (eigentlich) immer: Anfangen. Sportsachen anziehen und rausgehen. Laptop öffnen und die ersten Zeilen schreiben. Also machen wir jetzt genau das.
Bin selbst gespannt, was dabei rauskommt.
Liebe Grüße aus Hamburg,
Mareike
Nachtrag: Hab diesen Newsletter jetzt wirklich in einer halben Stunde runter geschrieben und bin positiv überrascht von dem Ergebnis. Also lohnt sich zu lesen.
Was ich jetzt gelernt habe.
“Consistency” ist wahrscheinlich eines der wenigen Dinge, die ich in meiner Selbstständigkeit von Anfang an richtig gemacht habe. Vor über drei Jahren habe ich angefangen, auf LinkedIn zu posten und das seitdem wirklich durchgezogen. Jede einzelne Woche. Mindestens zwei Beiträge. Meistens sogar drei. Das war (und ist immer noch) der mit Abstand größte Hebel meiner Selbstständigkeit. Doch ich habe natürlich nicht nur alles richtig gemacht, sondern auch sehr viele Fehler, die ich jetzt rückblickend ganz anders angehen würde.
„Verkauf dich niemals unter Wert.”
Hat mir am Anfang meiner Selbstständigkeit mal irgendjemand gesagt. Also hab ich mich daran gehalten. Hab nie irgendwas kostenlos gemacht, bin nie groß von meinem Pricing abgewichen. Rückblickend ziemlich dumm. Denn wenn man bei null startet, keine Testimonials hat und keine erfolgreichen Cases von Kunden vorweisen kann, ist es verdammt schwer, andere von sich zu überzeugen. Fair, ich würde auch niemandem glauben, der einfach nur behauptet „ich bin toll”. Als ich vor einem Jahr das erste Mal richtige Kundencases (mit Videos) auf meiner Website veröffentlicht habe, war das ein absoluter Game Changer. Dahin zu kommen wäre so viel einfacher gewesen, wenn ich mir zu Beginn nicht zu fein dafür gewesen wäre, für ein paar solcher Cases auch einfach mal kostenlos (oder günstiger) zu arbeiten. Ego mal kurz ignorieren.
„Du brauchst einfach nur das perfekte Angebot.”
Ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Versionen meiner Angebotsseite es gibt, auf der ich immer das ein oder andere Detail geändert habe. Weil ich dachte, dass ich das perfekte Paket brauche, dass das perfekte Angebot dazu führt, dass ich endlich verkaufe. Well… Kunden entscheiden sich eigentlich nie aufgrund meines Angebots für mich. Sondern weil sie mit mir zusammenarbeiten wollen. Weil sie durch meine Personal Brand bereits Vertrauen zu mir aufgebaut haben. Weil ich ihnen in Erstgesprächen zuhöre, die richtigen Fragen stelle, kompetent wirke (hoffentlich). Ich hab mich so oft in Details verloren und dabei vergessen, was wirklich wichtig ist.
„Einfach mal machen.”
Ich liebe diesen Satz. Sage ihn selbst noch oft genug und in vielen Fällen ist er auch absolut angemessen. Wenn ich nicht einfach gemacht hätte, nicht einfach angefangen hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch in irgendeinem 9-5 Job. Einfach mal machen ist gut. Aber sich Hilfe holen ist oft noch besser. Warum den ganzen Weg alleine gehen, sich hundertmal verlaufen und im Kreis drehen, wenn es bereits Leute gibt, die die Abkürzung kennen? Ich hätte viel regelmäßiger in mich selbst und mein Business investieren sollen. Wenn ich mit etwas Neuem anfangen will, frag ich mich: Wer ist schon da, wo ich hinwill? Und hole mir dann genau von dieser Person Hilfe.
Aus genau diesem Grund bin ich seit ein paar Monaten dabei, einen Kurs zu bauen mit all dem Wissen, das ich zum Start meiner Personal Brand auf LinkedIn gebraucht hätte. Der ist jetzt endlich (fast) fertig und wird im Mai live gehen (hier geht’s zur Warteliste).
Long story short: Ego wegstecken, nicht in Details verlieren, Hilfe annehmen. Vielleicht muss das grad irgendjemand hören (ok eher lesen), vielleicht brauch ich den Reminder auch einfach nur selbst mal wieder.
Was jetzt wichtig ist.
🤝 Abliefern: Es gehen grad mehrere neue Kundenprojekte gleichzeitig an den Start und nebenbei bereiten wir (also eigentlich Line) alles für den Kurs-Launch vor. Ist viel, aber ich feier alles daran. Hab lange nicht mehr so viel Spaß an der Arbeit gehabt.
🏠 Ankommen: Das mit dem Einleben in Hamburg hat irgendwie noch nicht so ganz funktioniert. Alles hier fühlt sich immer noch nach “grad erst angekommen” an. Reminder an mich selbst: endlich mal einen Coworking Space zu suchen (raus kommen tut gut).
Was jetzt geholfen hat.
👯♀️ Es ist einfach so schön nach der langen Zeit im Ausland wieder mehr Freunde um mich zu haben. Sich spontan auf einen Kaffee treffen zu können oder nach der Arbeit zu einem Spaziergang. Länger weg sein führt immer dazu, dass ich die kleinen Dinge plötzlich wieder richtig wertschätzen kann.
🎙️ In diesem Podcast unterhalten sich David Brooks und Mark Manson über Community und wie diese in der westlichen Welt verloren geht. Für mich war das mit der Grund, warum ich mich so in das Reisen verliebt habe. Damals noch als Backpackerin: Ich bin in ein Hostel gegangen und hatte sofort eine Community. Alle sind offen, gehen aufeinander zu. Durch meinen Lebensstil habe ich das in den letzten Jahren immer wieder gefunden. In Business-Bubbles wie Kapstadt und Digital Nomad Hotspots überall auf der Welt. Ich bin gespannt, ob ich mir dieses Gefühl in Zukunft auch in Hamburg schaffen kann.
Das Gefühl stimmte oder stimmte nicht,
das würde mein Kompass im Leben sein.

PS: Um noch mehr von mir zu lesen oder den Newsletter an einen Freund weiterzuleiten, einfach hier entlang. Ansonsten gibt es auch regelmäßige Updates auf LinkedIn, Instagram und in zwei Wochen wieder in deiner Inbox. See you soon!